Jüdisches Leben in Lemberg

Jahrhunderte jüdischen Lebens

Jahrhundertelang lebten Jüdinnen und Juden in Lemberg. Die Stadt war das kulturelle Zentrum der ostgalizischen Juden. Bekannte Schriftsteller und Denker wie Martin Buber, Joseph Roth und Stanisław Lem lebten und wirkten hier. Es gab jüdische Schulen, Theater, Bibliotheken und Zeitungen. Von dieser Welt ist nach der Shoa fast nichts geblieben.

Eine Stadt vieler Völker

Mit rund 900.000 Einwohnern ist Lemberg die größte Stadt der Westukraine. Joseph Roth nannte sie „die Stadt der verwischten Grenzen“. Hier lebten viele Völker und Glaubensgemeinschaften nebeneinander, auf den Straßen hörte man Russisch, Polnisch, Ukrainisch, Deutsch und Jiddisch. Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten in der Stadt etwa 160.000 Juden, mehr als ein Drittel der Bevölkerung. Heute sind es gut 4.000.

Film: Lemberg 1938 (YouTube)