Die Situation der Juden in Lemberg
Vom Zentrum jüdischen Lebens zum Ort des Terrors
Im Juli 1941, in den ersten Tagen der deutschen Besatzung, wurden in Lemberg Tausende Juden ermordet, von SS-Einheiten, deutschen Soldaten und einheimischen Milizen. Auch viele Ukrainer arbeiteten mit den Besatzern zusammen.
Am Stadtrand entstand das Lager Janowska, das größte Zwangsarbeitslager in Ostgalizien. Es war Arbeits-, Durchgangs- und Vernichtungslager zugleich. Etwa 200.000 Gefangene, überwiegend Juden, wurden dort getötet. Zaun und Mauern stehen noch, heute befindet sich auf dem Gelände ein Gefängnis.
Heute: Armut im Alter
Die wenigen Juden, die heute in Lemberg leben, sind oft verarmt. Besonders hart traf es die Rentnerinnen und Rentner nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Kommunale Wohnungen verfallen, Heizung, Gas und Strom sind um ein Vielfaches teurer geworden und oft nicht mehr zu bezahlen.